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Gemeindegesang und 100 Jahre Geschichte

(31.07.2014) Der mehr als 800 Personen fassende Vortragsbereich in der Eissporttrainingshalle ist gut gefüllt, als Mathias Eberle, Vorsitzender des Netzwerk Apostolische Geschichte e.V., auf die Bühne tritt. Es ist Freitagmittag, 13 Uhr, und die Veranstaltungen des facettenreichen Kirchentagsprogramms haben soeben begonnen. Bei Temperatur von fast 30 Grad Celsius ist das wichtigste Accessoire im Publikum – neben der Wasserflasche – ein „altes“ Gesangbuch der neuapostolischen Kirche. Das Gesangbuch, welches von 1925 bis 2004 in den Gottesdiensten für den Gemeindegesang verwendet wurde. Und so manchem Büchlein sieht man an, dass es seinen Besitzer buchstäblich durch die Höhen und Tiefen des Lebens begleitet hat.

Das erste gemeinsam gesungene Lied hätte Mathias Eberle er im Vorfeld nicht passender heraussuchen können: „Komm doch zur Quelle des Lebens, durstig und müde und matt…“. Kraftvoll erklingt diese oft  gesungene Melodie zum Auftakt der „Mitsingstunde“ aus mehreren hundert Kehlen. Zwischen den einzelnen Liedern, die Eberle auf dem Stagepiano anspielt und die von den Anwesenden begeistert mitgesungen werden, gibt es interessante Informationen zum Gesangbuch. Ob historische Entwicklung, fehlende Liednummernkontinuität, die Gesangbuchpreise von 1925, ein „belehrendes Wort zum Gesangbuch“ oder Kurioses wie das „Lied für die Amtseinführung eines Priesters oder höher“ (Nr. 640) – die Singpausen der Mitsingstunde sind nicht nur informativ, sondern auch höchst unterhaltsam.

Und dass die Liedauswahl bei den Mitsängern sehr gut ankommt, vernimmt man nicht nur während des gemeinsamen Singens. An diesem Freitagnachmittag hört man die altvertrauten Weisen -  gesummt, gepfiffen oder geträllert - noch lange auf dem Gelände des Olympiaparks.

Weitere Informationen zum Netzwerk Apostolische Geschichte e.V. finden Sie unter: www.apostolische-geschichte.de