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Der Stand „TrauerSeelsorge“ auf dem Internationalen Kirchentag - ein Ausstellerbericht

(09.07.2014) Auf dem knapp 30 qm großen Informationsstand „TrauerSeelsorge“ im Zelt vor der Werner-von-Linde-Halle wurde ein durchaus lebhafter Stand präsentiert. Viele Facetten rund um das Thema „Tod und Trauern“ wurden präsentiert: Eine Ecke wurde den Sternenkindern gewidmet, eine Wand der TrauerSeelsorge für Kinder und Jugendliche, es gab Regale mit einer Vielzahl an Fachbüchern und eine Ecke, in der man Informationen über die Ausbildung zum Trauerbegleiter erhalten konnte. Selbst auf dem großen Konferenztisch in der Mitte des Standes waren ansprechende Motto-Postkarten zu finden, sowie ein Schiff, welches einen Scherbenhaufen beinhaltete. Diese Scherben konnten von den Besuchern mit einem wasserfesten Stift beschriftet werden und symbolisierten die zerbrochenen Träume und die nicht fertig gewordenen Aufgaben im Leben eines Einzelnen. Es wurden Patchwork-Erinnerungsdecken vorgestellt und eine Kofferausstellung. Die Koffer sollten zum Nachdenken anreizen – „Was nimmst DU auf Deiner Reise am Ende des Lebens mit?“

Gerade weil dieser Stand so bunt und kreativ gestaltet war und überhaupt nicht trüb und dunkel, wurde das Team von Trauerbegleitern unter der Leitung von Jürgen Jakob von Trauernden, Seelsorgern, Lehrkräften und Interessierten regelrecht überrollt. Die Einteilung des Personals auf dem Stand sah vor, dass ein bis zwei Personen für jeweils nur zwei Stunden eingesetzt und dann wechseln sollten. Allerdings fanden bereits am ersten Tag vor der offiziellen Öffnungszeit schon viele wertvolle Gespräche statt, so dass ständig mit vier Personen am Stand gearbeitet wurde. Das wiederholte sich dann auch am zweiten Veranstaltungstag. Erstaunlicherweise waren viele Trauernde gekommen und baten um ein kurzes Gespräch. Im Außenbereich rund um das Zelt gab es auf den Wiesen und Sitzgelegenheiten die Möglichkeit, diese Gespräche zu führen.

Viele Lehrkräfte erkundigten sich, was bei einem akuten Trauerfall in der Gemeinde den Kindern zu sagen sei, andere suchten ein gutes Lehrbuch oder Ideen, wie man Andachten in der Gemeinde abhalten könne. Hier und da fragten Seelsorger nach Schulungen oder Anleitungen für einen Kondolenzbesuch. Auch das Networking kam nicht zu kurz, denn es hatten sich viele Trauerbegleiter und ehrenamtliche Helfer aus ganz Deutschland gemeldet, welche die Arbeit in den Gebietskirchen aufbauen und Gemeindemitglieder parallel zur Seelsorge in der Trauerarbeit unterstützen möchten.

Nach einem Gespräch hatte der Besucher die Möglichkeit, einen symbolischen Fußabdruck aus Papier zu hinterlassen. Zuerst konnte dieser mit einem Wunsch, einem Vers oder einer Fürbitte beschriftet werden und wurde dann vom Besucher selbst an die Wand geklebt. Viele Aussagen auf den kleinen gelben Füßen haben das Team und andere Leser tief berührt.
 
Der Informationsstand lag gegenüber von Vortragsräumen, in denen am Freitag und Samstag jeweils ein Workshop zu dem Thema „Ich begleite Dich in Deiner Trauer“ stattfand und ein Workshop mit dem Thema „Trauerbegleitung bei Suizid“. Die Räumlichkeiten boten Platz für 30 Personen, wobei die tatsächliche Zahl weit um das Doppelte überschritten wurde. Viele Teilnehmer fanden einen Platz nur noch auf dem Boden direkt vor dem Dozenten.

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