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Eine Chorprobe der anderen Art…

(08.06.2014) Schon lange vor dem offiziellen Start des Programmpunkts „Offenen Singen“ strömten die Menschen in die Olympiahalle. Teilweise sicherlich auf der Suche nach angenehmeren Temperaturen - draußen herrschten Temperaturen über 30 °C - der größte Teil aber kam in freudiger Erwartung auf das „Offene Singen“, das um 14 Uhr starten sollte. Zielgruppe der Veranstaltung: jeder, der Spaß und Freude am Singen, Zuhören und Mitmachen hat; so verspricht es der IKT-Guide.

Kurz vor Start ertönte Pharrell Williams‘ Lied „Happy“ - und auf der Leinwand tanzen die Besucher des Internationalen Kirchentags durch den Olympiapark. Ein Hit, der super Stimmung verbreitet und noch mehr Besucher anlockt.

Um 14 Uhr brandet Applaus auf. Gerrit Junge, den manch einer noch als Dirigent des EJT-Chores kennt, begrüßt die Anwesenden und schon jetzt steckt er mit seiner guten Laune Jeden an. Auch Sigi Hänger am Klavier bekommt tosenden Applaus. Das Offene Singen kann starten; und die Olympiahalle ist wieder vollbesetzt, wie schon öfter während dieses IKT. Gerrit Junge beginnt sofort mit Einsingübungen. Schließlich sei dies ja eine Chorprobe, meint er. Lachend sieht sich manch einer in der Halle um. Eine Chorprobe mit knapp 12.000 Sängern haben wohl noch nicht viele erlebt. 

In den folgenden 45 Minuten werden drei Lieder in den einzelnen Stimmen geprobt und schließlich zusammengesetzt. Nach dem ersten Lied „Gott ist getreu“ von Timo Schmidt sagt Junge nur: „Da war schon ganz viel richtig“; aber spätestens nach dem Ohrwurm „Du allein bist meine Zuflucht“ von Martin Sellke sind alle von der Begeisterung angesteckt. Auf den großen Leinwänden sieht man strahlende Sängerinnen und Sänger.

Zum Abschluss erklingt „Du bist unser Licht“ von Julia Maier. Auch wieder ein Ohrwurm, der in der Olympiahalle die Augen zum Strahlen bringt. Da betritt plötzlich Wilhelm Leber, von 2005 bis 2013 das geistliche Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, die Olympiahalle und setzt sich mitten ins Publikum, um mitzusingen. „Jetzt bin ich ja ganz durcheinander … Refrain … ja, das wollte ich sagen“, meint Gerrit Junge nur und machte dann mit genauso viel Begeisterung und Freude weiter.

Nach drei mitreissenden Liedern möchte niemand so recht aufhören und alle applaudieren und singen weiter. Eine Chorprobe der anderen Art: kurzweilig, begeisternd - und das zusammen mit dem Stammapostel.