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Hilfe, ich bin fremd hier – Theaterstück zeigt Gottesdienst aus Sicht eines Besuchers

(06.06.2014) Wie empfindet ein interessierter Besucher einen Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche? Über 800 Teilnehmer des Internationalen Kirchentages wollten einmal die Perspektive wechseln und besuchten am Freitag, 6. Juni, in der Eissporttrainingshalle das Theaterstück "Hilfe, ich bin fremd hier".

In dem Theaterstück, gespielt von 15 Laiendarstellern aus dem Kirchenbezirk Lörrach, wurde rund ein Dutzend Ereignisse aus einem Sonntagsgottesdienst in einer neuapostolischen Kirchengemeinde dargestellt. Um die mögliche Auswirkung zu zeigen, teilte die Hauptdarstellerin nach jeder Szene ihre Gedankengänge den Zuschauern mit.

"Warum wird man hier mit Handschlag begrüßt? Seit wann gibt es denn in der Kirche eine Zugangskontrolle? Was will der denn alles von mir wissen?" Mit dieser Reaktion auf die persönliche Begrüßung am Kircheneingang hatte die ‚Besucherin‘ einen Nerv der Zuschauer getroffen: Offenbar werden manchmal Gäste am Kircheneingang zu intensiv begrüßt, obwohl sie eigentlich nur "unverbindlich hereinschnuppern" wollen.

Ähnlich humorvoll-eingängig für die Zuschauer waren auch die Szenen, in welchen die Besucher-Darstellerin ihre Verwunderung darüber kundtat, dass die Kirche während des Gottesdienstes verschlossen wird - oder dass die Gemeinde aus ihrer Sicht sehr laut "Amen" ruft.

Im Folgenden konzentrierte man sich darauf, sämtliche liturgischen Abläufe und persönlichen Verhaltensweisen zu kommentieren. Insgesamt fanden die Zuschauer den Wechsel in die Besucherperspektive durchaus gelungen. Dies zeigten die vielen Diskussionen, die spontan im Anschluss an die Aufführung stattfanden. Intensiv wurde überlegt, an welchen Stellen man interessierten Besuchern in der Heimatgemeinde ein noch positiveres Erlebnis bei der Teilnahme an einem Gottesdienst verschaffen könnte. Damit war das Theaterstück ein Impuls, der in verschiedenen Kirchengemeinden sicherlich weiter bearbeitet werden wird.