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Regenbogen-NAK bereitet sich auf den IKT vor

(23.7.2013) Die Planungen der Regenbogen-NAK für den Internationalen Kirchentag 2014 sind in vollem Gange: Auf dem internationalen Treffen der Initiative homo-, bi- und transsexueller Christen vom 3. bis 5. Mai 2013 in Bremerhaven erarbeiteten die Teilnehmer, die überwiegend der Neuapostolische Kirche angehören, Ideen für ihren Auftritt auf dem Internationalen Kirchentag.

Anfang des Jahres hatte die Regenbogen-NAK die Zustimmung erhalten, sich am IKT mit einem Infostand präsentieren zu können. Daraufhin erfolgten die ersten Abstimmungen zwischen dem Projektteam der Regenbogen-NAK und der IKT-Planungsgruppe.

„Nach der überwältigenden Resonanz am Europa-Jugendtag 2009 war es uns ein Anliegen, auch beim Internationalen Kirchentag aktiv mitzuwirken“,  sagt André Weiß, Mitglied im Projektteam der Regenbogen-NAK für den IKT.

„Mit unserer Präsenz möchten wir Berührungsängste abbauen und mehr Verständnis für die Situation Homo-, Bi- und Transsexuelle schaffen. Betroffene Glaubens-Geschwister, ihre Familien sowie Interessierte sollen bei uns eine Anlaufstelle finden. Wir wollen zeigen, dass wir unseren Platz mitten in der Neuapostolischen Kirche haben – und ebenso wahrgenommen und akzeptiert werden möchten.“

 

Beim Frühjahrs-Treffen in Bremerhaven erfolgte der offizielle Kick-off der Vorbereitungen in der Gruppe. Rund 60 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich waren nach Bremerhaven gekommen.  In kleinen Gruppen diskutierten die Mitglieder Ideen für die Standgestaltung und Aktionen. Zudem fand ein Brainstorming für ein mögliches Motto statt. Neben Ideen für den Info-Stand wurden Überlegungen zu möglichen weiteren Aktivitäten im Kirchentagsprogramm angestellt. Die Anwesenden konnten sich per Eintrag in eine Liste für eine Mitarbeit bei den Planungen und bei der Standbesetzung melden.

Die Mitglieder der Regenbogen-NAK werden die Ideen in den kommenden Monaten in kleinen Teams weiter entwickeln. Einen Probelauf im Kleinen gab es Anfang Juni in Dortmund: Beim Kirchentag der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen war die Regenbogen-NAK mit einem Info-Stand, einem Vortrag und einem Eltern-Gesprächskreis präsent. Das Angebot stieß auf großes Interesse bei den Kirchentags-Besuchern. Jetzt heißt das nächste große Ziel: Internationaler Kirchentag 2014 in München. (Thomas Koch)

Online-Umfrage zum Kirchentag - die Erwartungen sind hoch

(8.7.2013) Anfang des Jahres hatte die für die Organisation zuständige Planungsgruppe eine Online-Befragung zum Internationalen Kirchentag 2014 gestartet. Erstmals bei einer derart großen Veranstaltung der Neuapostolischen Kirche erhielten alle Kirchenmitglieder die Chance, ihre Erwartungen an den Kirchentag mitzuteilen und sich frühzeitig persönlich einzubringen. Diese Möglichkeit wurde rege genutzt. Die Planungsgruppe dankt allen Beteiligten für die zahlreiche, alle Erwartungen übertreffende Teilnahme.

Nach Abschluss der Befragung lagen rund 6.000 vollständig ausgefüllte Fragebögen vor. Über die Hälfte der Beteiligten ist zwischen 40 und 59 Jahre alt. Die nächststarke Gruppe bilden Erwachsene zwischen 30 und 39 Jahren (16 Prozent). Überraschend hoch ist auch die Beteiligung der 60 bis 69-jährigen (13 Prozent), während Jugendliche unter 20 und Senioren über 70 nur einen Anteil von vier beziehungsweise fünf Prozent der Beteiligten ausmachen. Geantwortet haben überwiegend männliche Teilnehmer. Nur etwa ein Drittel der Beteiligten gaben ein weibliches Geschlecht an.  Möglicherweise liegt es am Veranstaltungsort München, dass die Gebietskirche Süddeutschland den Löwenanteil der eingereichten Fragebögen bestreitet (über 43 Prozent).

„Fröhlich“ soll es auf dem internationalen Kirchentag zugehen. „Zukunftsweisend“, „motivierend“ und „offen“ sind weitere Eigenschaften, die die Erwartungen an das neuapostolische Großereignis den Rückmeldungen zufolge am besten beschreiben. Die Befragten wünschen sich vor allem ein positives Gemeinschaftserlebnis, das hilft, Glaubensgespräche in Gang zu bringen und Kontakte zu knüpfen.

Fast 70 Prozent der Kirchenmitglieder, die sich per Fragebogen zum Kirchentag geäußert haben, befürworten die Veranstaltung „voll und ganz“. Rund 23 Prozent bekunden zudem ein weitgehendes Interesse. Knapp 4 Prozent nehmen eine ablehnende Haltung ein. Über 42 Prozent wollen den Kirchentag „ganz sicher“ selbst besuchen. Weitere rund 44 Prozent halten ihr persönliches Erscheinen für „wahrscheinlich“ oder „sehr wahrscheinlich“.

Inhaltlich gehört für 90 Prozent der Gottesdienst unbedingt zum Kirchentag. Workshops und musikalische Veranstaltungen werden mit jeweils 70 Prozent genannt, während Stadtführungen in der Bayern-Metropole und Quizspiele am unteren Ende der Erwartungsskala liegen.

Sehr interessant finden die Teilnehmer mögliche Themen rund um die Glaubenslehre der Neuapostolischen Kirche. Dazu gehören Auffassungen zum „Leben nach dem Tod“, die Arbeit mit Jugendlichen und Kindern sowie Fragen zu „Ehe, Partnerschaft und Familie“. Bemerkenswert im Hinblick auf die Teilnehmerstruktur ist der hohe Anteil an Mitgliedern, der die Rolle der Frauen in der Neuapostolischen Kirche thematisieren möchte: Rund 40 Prozent finden diesen Aspekt interessant.

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wird nun ein reichhaltiges Angebot ausgearbeitet. Auch wenn die Fragebögen vor allem von Mitgliedern mittleren Alters ausgefüllt wurden, richtet sich das Programm an Interessierte aller Altersgruppen – Kinder, Jugendliche, junge und ältere Erwachsene, Senioren, Eltern, Familien, Partnerschaften und Singles. Ziel ist es, ein „Fest des Glaubens“ miteinander zu erleben.

In loser Folge werden demnächst weitere Resultate der Auswertung vorgestellt. (a.r.)

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